Inspiration

Du glaubst nicht, dass es Sophie aus „Im Rollstuhl nach Florenz oder  Wie wir die Mona Lisa zum Lächeln brachten“ wirklich gibt? Doch, es gibt sie! In Wirklichkeit heißt sie nur ein bisschen anders, nämlich Heike. Sie ist schon erwachsen und lebt in einem Wohnheim, in dem es viele Aufzüge, Aufzug-Helfer und „Impros“ wie Marieke, Opa Karl und Oma Frieda gibt. Hier fühlt sich Heike pudelwohl. Nicht nur, weil alles rollstuhlgerecht ist, sondern weil sie viel unternehmen kann, obwohl sie nicht laufen und ihre Hand nicht richtig bewegen kann. Wenn sie fremden Menschen begegnet, hat sie – wie Sophie – manchmal ein bisschen Angst. Aber wenn diese Menschen ihr viele Fragen stellen, freut sie sich sehr.

Im Herbst findet in ihrem Wohnheim ein Handwerkermarkt statt, zu dem jeder herzlich eingeladen ist. Heikes Mitbewohner freuen sich immer sehr auf diesen ganz besonderen Tag im Jahr, denn er ist ihr ganz persönlicher Gemeinsam-sind-wir-stark-Tag, an dem sie gemeinsam gebastelte Kunstwerke verkaufen, Tänze aufführen und den Menschen ihr wunderschönes Wohnheim zeigen. Auch du bist herzlich eingeladen! In der Förder- und Wohnstätte Kettig sind alle willkommen! Hier kannst du mehr über die FWS Kettig erfahren

Heike ist meine Cousine, die ich wie eine Schwester liebe. Gemeinsam haben wir schon viele Abenteuer erlebt. Ihr Rollstuhl ist nur selten ein Hindernis: Wir sind schon zusammen schwimmen, in einen Tierpark und auf Konzerte gegangen, haben einen Reiterhof besucht, und einmal habe ich sie sogar mitten durch die Felder zu einer Pferdekoppel geschoben!

Durch Heike habe ich erfahren, wie schön, aber auch wie schwierig das Leben manchmal sein kann. Wenn die Bordsteinkanten zu hoch sind oder es in einem Gebäude keinen Aufzug gibt, kann der beste „Impro“ nicht weiterhelfen. Solche Hindernisse und viele andere müssen beseitigt werden, damit das Leben für Heike und alle anderen Menschen mit Behinderung(en) einfacher wird. Bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Aber ich bin optimistisch. Wir schaffen das!

Mein erstes Buch („Im Rollstuhl nach Florenz oder  Wie wir die Mona Lisa zum Lächeln brachten“) habe ich Heike gewidmet.