Engagement

Zum Schreiben inspiriert mich eine Gesellschaft, die niemanden ausgrenzt. Aber bis dahin ist es – leider! – noch ein weiter Weg. Mit meinem Kinderbuch „Im Rollstuhl nach Florenz“ möchte ich dazu beitragen, einige Barrieren in den Köpfen der Menschen zu beseitigen. Das Thema „Inklusion“ liegt mir sehr am Herzen. Hast du das Wort „Inklusion“ schon einmal gehört? Es bedeutet „Zugehörigkeit“ und ist damit das Gegenteil von „Ausgrenzung“. Wenn jeder Mensch Teil unserer Gesellschaft sein kann – egal ob mit oder ohne Behinderung – , dann sprechen wir von gelungener Inklusion.

Anfang des Jahres 2014 habe ich ein Projekt ins Leben gerufen, das insbesondere jungen Menschen die Augen für dieses wichtige Thema öffnen sollte. Dabei handelte es sich um einen Malwettbewerb, der unter dem Motto „Begegnung“ stand. Jeder, der Lust dazu hatte, konnte sich kreativ mit Begegnungen von Menschen mit und ohne Behinderung auseinandersetzen.

Einsendeschluss war der 30. Juni 2015. Ich stellte eine fünfköpfige Jury, bestehend aus zwei Menschen mit Behinderung und drei Kindern ohne Behinderung, zusammen, die Anfang Juli in Gemeinschaftsarbeit in der Förder- und Wohnstätte Kettig die besten Bilder ausgewählt hat. Die eingereichten Bilder wurden am 18.07.2015 im „Seniorentreff Oase" in Mainz ausgestellt.

Der Malwettbewerb ist an „Im Rollstuhl nach Florenz“ angelehnt. Ich habe mir überlegt, wie ich die Ideen dieser Erzählung dazu nutzen kann, etwas Gutes, d.h. etwas gesellschaftlich Relevantes zu tun. Dann bin ich zu dem Entschluss gekommen: Ich integriere die Elemente aus „Im Rollstuhl nach Florenz“ in den Malwettbewerb! Zu dieser Geschichte konnten die Maler/innen ebenfalls Bilder einreichen (Details s. hier).

Der Wettbewerb sollte möglichst viele Kinder erreichen. Bei der Umsetzung meines Projektes bin ich über einige Hürden gestolpert: Man wird als Einzelperson nicht wirklich ernst genommen; viele Leute fragen sich: Warum tut sie das überhaupt? Meine Antwort lautet: Weil mir dieses Thema unglaublich wichtig ist und am Herzen liegt.

Noch heute berichte ich auf meiner Projekthomepage regelmäßig von meinen Erfahrungen und Erlebnissen rund um das Thema Inklusion und Barrierefreiheit.